Last-Minute Geschenkideen

Alle Jahre wieder ist plötzlich der 23.12. da und keiner weiß, wie die Adventzeit so schnell vergehen konnte. Weihnachtsgeschenke sind angesagt, aber die Zeit ist knapp, die Nerven blank und die Geschäfte überfüllt.

In Zeiten von Klimawandel und Großkonzernen ist der Konsumwahn so oder so etwas, dem wir entgegenwirken möchten. Wieso nicht einfach die Geschenke selbst machen? Selbstgemachte Geschenke müssen nicht automatisch kompliziert sein oder enormes handwerkliches Geschick erfordern, ganz im Gegenteil, viele Geschenks-Ideen bedürfen nur weniger Materialien und sind schnell hergestellt.

Darum hier ein paar Ideen zum Nachmachen:

1) Selbstgemachtes Badesalz

Dafür benötigt man grobkörniges Salz (z.B. Totes Meer Badesalz) und Zutaten je nach Geschmack und Duftrichtung. Ich habe beispielsweise ein ätherisches Öl für den Saunaaufguss verwendet (das riecht nach Nadelbäumen, Kräutern usw.). Hinzu habe ich einige Blätter Minze gegeben und die Schale einer Zitrone*.

Nach Lust und Laune kann auch Speisefarbe hinzugemischt werden, ich habe mich beispielsweise für Grün entschieden. Gerade bei selbstgemachten Badesalzen kann man verschiedene Varianten kreieren: Lavendelblüten und Vanille-Öl, Mandelöl und Honig, Rosenöl und getrocknete Rosenblätter usw.

Bild: Elisabeth Weissitsch

*Ich verwende für meine Geschenks-Ideen meistens Bio-Produkte. Besonders bei Lebensmitteln, wo Zitrusfrüchte enthalten sind, ist dies erforderlich, da die Schale von herkömmlichen Zitrusfrüchten oft ungenießbar ist.

2) Selbstgemachtes Peeling

Hier gilt das Selbe wie beim Badesalz: ob man nun als Basis Zucker, feines Salz oder Kaffeesud verwendet, ist nach Geschmack und Belieben zu variieren. Ebenso die Öl-Basis: man kann dabei Kokosöl, Olivenöl oder Mandelöl verwenden. Ein Kokosflocken-Zuckerpeeling duftet nicht nur wunderbar, sondern enthält auch keine schädlichen Plastikteilchen, die den Abfluss hinabgespült werden. Viele Alternativen sind hier möglich: Zitronen, Orangen oder Gewürzpeelings lassen sich ganz einfach selbst herstellen. Da es sich dennoch um Lebensmittel handelt würde ich empfehlen mit den Peelings sparsam umzugehen und zudem ein Sieb für den Abfluss verwenden, welches die Reste auffängt.

3) Selbstgemachter Suppenwürfel („Maggi“)

Was gehört in eine gute Gemüsesuppe? Genau! Gemüse. Nachdem die meisten herkömmlichen Fertigprodukte viel Zucker, Konservierungsstoffe und wenig Gemüse beinhalten habe ich heuer eigenen „Suppenwürfel“ hergestellt.

Bild: Elisabeth Weissitsch

Dafür habe ich haufenweise Gemüse kleingeschnitten, wodurch die Farben schön sichtbar geblieben sind. Natürlich kann man die Zutaten auch pürieren oder im Mixer kleinhacken, dann wird die Paste allerdings leicht bräunlich. Für Suppe eignen sich alle Sorten Wurzelgemüse, (Stangen-)Sellerie, Lauch, Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Dill, etc.), roter Zwiebel und Salz. Die Masse wird dann in luftdicht verschließbare Gläser gefüllt und im Kühlschrank gelagert. Einfach mit heißem Wasser aufgießen und mit beispielsweise selbstgemachten Frittaten genießen.

4) Sirup

Man nehme frische Minze (ein gutes Büschel) (oder Anderes woraus man gerne Sirup machen möchte; jahreszeitlich unterschiedlich), 2-3 Zitronen in Scheiben geschnitten, bei Bedarf auch etwas Orange in Scheiben geschnitten, 2 Messerspitzen Zitronensäure (kann man auch weglassen, dann hält der Sirup etwas weniger lange), ungefähr 600g Zucker und einen halben Liter Wasser. Den Zucker, die Zitronensäure und das Wasser aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen und auf die Minze und Zitrusfrüchte leeren. Zugedeckt und kühl gestellt mindestens 24 Stunden ziehen lassen. Danach den Sirup durch ein sauberes Geschirrtuch oder durch ein feines Sieb filtern. Flaschen mit kochendem Wasser ausspülen und den Sirup hineinleeren. Luftdicht verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Der Sirup hält länger, wenn er vor dem Abfüllen aufgekocht wird. Dadurch kann sich aber die Farbe des Saftes verändern. Verwenden kann man den Sirup entweder zum Verdünnen mit Wasser, für Tees zum Süßen, für Mojitos und Gin-Mischgetränke usw.

5) Kräutersalze

Ob Rosmarin, Oregano, Thymian, Minze oder Salbei: frische Kräuter gibt es auch im Winter. Wer keine Balkonernte genießt, kann im Handel frische Kräuter kaufen (z.B. Basilikum, Dill etc.). Es können aber auch getrocknete Kräuter verwendet werden. Ich mische Kräuter und Salz in dem Verhältnis, wie intensiv ich später den Kräutergeschmack haben möchte. Wenn man frische Kräuter kleinhackt und mit dem Salz vermischt zieht es die Farbe und Aromen an. Beigemengt können auch Zitronenschale, Orangenschale, Pfefferkörner oder andere Gewürze werden. Wenn man mit frischen Zutaten arbeitet, gibt man das Salzgemisch auf ein Backpapier bei ca. 50 Grad in den Ofen, damit es trocknet, bevor man es in Gläser füllt. Dabei am besten einen Holzkochlöffel in die Backofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Trockene Kräuter können direkt mit dem Salz abgefüllt werden.

6) Stirnband stricken

Bestimmt haben einige noch Wollreste der eignen Kinder aus der Volksschule oder von Großeltern zu Hause. Für ein Stirnband benötigt man nicht viel: ein halbes Wollknäuel, zwei Stricknadeln und ein paar Stunden später, hat man ein wunderbares Stirnband fertig. Auf Youtube gibt es zahlreiche Schritt-für-Schritt Anleitungen für verschiedene Muster. Man muss nicht mit dem kompliziertesten Flechtmuster beginnen, um den Kopf warm zu halten 😉 Wer noch Stoffreste zu Hause hat, kann diese auch in das Stirnband einnähen, damit wird es noch wärmer.

7) Eingelegter Knoblauch oder Kräuter-Öl

Was man dafür braucht? Gutes Olivenöl, eine Flasche oder ein Glas und eine Einlage. Ich habe heuer Knoblauch eingelegt (schälen und 2 Minuten in heißem Wasser einlegen). Dafür habe ich den Knoblauch in ein Glas gegeben, Pfefferkörner, Rosmarinzweig, und ein Lorbeerblatt hinzugegeben und mit Öl aufgefüllt. Fest verschließen- fertig. Ebenso habe ich Kräuteröl gemacht, indem ich Rosmarinzweige in eine Flasche gegeben habe und mit Öl aufgefüllt habe. Alternativ geht das mit Basilikum, Chili, Oregano und vielen weiteren (frischen) Kräutern.

8) Kerzenreste verwerten

In der Weihnachtszeit werden viele Kerzen angezündet und hinterlassen unschöne Wachs-Klumpen. Wenn diese eingeschmolzen werden (am besten in einer Blechdose im heißen Wasser), kann man ein ätherisches Öl beimengen und das flüssige Wachs anschließend in ein Gefäß nach Wahl gießen (z.B. ein schönes Glas). Als Docht verwendet man einen Baumwollfaden, den man vorher in flüssiges Wachs getunkt hat und auf die richtige Größe zugeschnitten hat. Den Docht befestigt man am besten auf Zahnstochern, bis das Wachs erhärtet ist.

9) Spekulatiusaufstrich

Eine wunderbare Geschenks-Idee ist es selbstgemachte Aufstriche zu verschenken. Dabei muss es nicht immer ein klassischer Topfenaufstrich oder Streichkäse sein. Eine süße Alternative hat „Kaffee und Cupcakes“. Das Rezept findet man hier: http://kaffeeundcupcakes.de/cremiger-spekulatius-aufstrich/

10) …oder doch nicht selber machen?

Wer sich doch lieber in ein Geschäft begeben möchte, dem kann ich die Wiener-Honig Sorten sehr empfehlen. Aus jedem der Wiener Bezirke gibt es regionalen Honig, der in den lokalen Geschäften gekauft werden kann. Somit kann man Gutes schenken, Bienen retten und lokale Geschäfte zugleich unterstützen.

Bild: Elisabeth Weissitsch

Die SPÖ Alsergrund wünscht frohes Schenken

und besinnliche Feiertage.

 

 

Text: Elisabeth Weissitsch, Mitglied der JG9 und Sektion 4 am Alsergrund.