Türkis-grünes Klimaticket ist nur ein Fleckerlteppich

Bild: ÖBB

Das groß angekündigte 1-2-3-Ticket ist nichts weiter als ein Fleckerlteppich, kritisiert unser Verkehrssprecher Alois Stöger. In Oberösterreich ist das Jahresticket fast doppelt so teuer wie versprochen. Außerdem fehlen mit Wien, Niederösterreich und dem Burgenland jene drei Bundesländer, in denen der meiste Nahverkehr stattfindet.

Das von Umweltministerin Gewessler und OÖ Landeshauptmann Stelzer groß angekündigte 1-2-3-Ticket ist nichts weiter als ein löchriger Fleckerlteppich. In Oberösterreich ist das Jahresticket fast doppelt so teuer wie versprochen. Denn wer dort mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchte, muss beispielsweise 695 Euro im Jahr bezahlen und damit fast das Doppelte jener 365 Euro, die im SPÖ-Konzept des 1-2-3-Tickets vorgesehen sind. Außerdem fehlen mit Wien, Niederösterreich und dem Burgenland jene drei Bundesländer, in denen der meiste Nahverkehr stattfindet, kritisiert unser Verkehrssprecher Alois Stöger. „Gute Politik führt erst Verhandlungen und präsentiert dann fertige Ergebnisse“, so Stöger.

Offenbar in der Hoffnung, damit im oberösterreichischen Wahlkampf punkten zu können, präsentierten Gewessler und Stelzer einen Fleckerlteppich statt eines durchdachten und fertigen Modells. Das „1“ im Namen des Tickets kostet nun in Oberösterreich fast das Doppelte der angekündigten 365 Euro, die „2“ kommt gleich gar nicht vor und die „3“ ist geschwindelt, weil es nicht für neun, sondern nur für sechs Bundesländer gilt, kritisiert unser Verkehrssprecher. Nach wie vor offen sei auch die Finanzierung. Denn wenn billigere Tickets zu Lasten des Bahnausbaus gehen, bringe das ganze nichts. Nur wenn öffentliche Verkehrsmittel günstig und so gut ausgebaut sind, dass sie eine echte Alternative zum Individualverkehr darstellen, werden sie auch benützt werden. „Mit dem heute präsentierten Flickwerk erweisen Gewessler und Stelzer weder der Verkehrspolitik noch der Umwelt einen Dienst“, so Stöger.